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Das städtische Deutschtum in Russland

Das Deutschtum in Russland greift in weiter Vergangenheit zurück. Wenn wir anstatt Deutschtum Germanentum sagen, so ist dies noch älter als der russische Staat -- Staat im heutigen Sinne -- selbst. Lange bevor es einen russischen Staat gab, lebten germanische Stämme auf weiten Teilen des Bodens, der heute zum russischen Staatsgebiet gehört. Der germanische Stamm der Warjäger beherrschte, vom Norden (Skandinavien) her eindringend, schon im 9. Jahrh. von Nowgorod aus -- dem Helmgard der Warjäger -- Dnjeprabwärts, über Kiew hinaus, weite Gebiete des Landes. Russland bekam seinen Namen von dem germanisch-normannischen Stamm der Rossen, der von Rjurik, Sineus und Truwor geführt, im ostslawischen Raum, im Norden um Nowgorod, im Süden um Kiew, seine Herrschaft befestigte, so dass Helgi (Oljeg) schon im Jahre 882 beide Gebiete zu einer weitreichenden Herrschaft (bis Byzanz), mit der Residenz in Kiew, vereinigen konnte. Erst das Vordringen der Mongolen und ihr Sieg über Kiew im Jahre 1240 machte der weiteren staatsbildenden Herrschaft der Noormannen ein Ende und unterband 250 Jahre hindurch jede weitere kulturelle Entfaltung in dem ostslawischen Großraum.