Kräftemessen: Sanktionen oder „soziale Energie“

Einem Bumerang gleich treffen die eingeleiteten Sanktionen gegen Russland die EU-Staaten empfindlich. Durch die russischen Gegensanktionen verzeichnen diese aktuell riesige Exportverluste: Die Polen bleiben auf ihrem Hühnerfleisch sitzen, die Österreicher auf ihren Äpfeln, die Franzosen auf Gemüse, die Spanier auf Pflaumen und sonstigem Obst, Litauen auf Nektarinen und Pfirsichen, die Norweger auf ihrem Fisch, um nur einige Beispiele zu nennen. Während dessen bieten sich lateinamerikanische Länder an, Russland mit ihren Erzeugnissen zu beliefern, um die Versorgungslücke, zum Teil sogar in besserer Qualität, zu schließen. Wie nochmals liegt es in der Natur einer hohen „sozialen Energie“? Sie wird erfinderisch, kann ihre Umwelt beeinflussen, betreibt einen ausgeprägten Handel.

Quelle:  S&G Hand-Express, Ausgabe 45/14