Slowakei: keine Homo-Ehe

Bereits im Sommer 2014 hatten Sozial- und Christdemokraten in der Slowakei einen Verfassungszusatz vereinbart, der die Ehe als einzigartigen „Bund zwischen Mann und Frau“ definiert. Bei der Abstimmung im Parlament votieren 102 Abgeordnete dafür, nur 18 dagegen.

Damit hat die Slowakei als siebter EU-Staat ein Verbot der Homo-Ehe verfassungsmäßig verankert – nach Bulgarien, Kroatien, Lettland, Litauen, Polen und Ungarn. Doch die Befürworter der traditionellen Familie in der Slowakei wollen noch mehr. Deshalb hat die „Allianz für die Familie“ binnen weniger Monaten 400.000 Stimmen für die Abhaltung eines Referendums gesammelt, mit dem lesbischen und schwulen Paaren auch die „Aneignung, Adoption und nachfolgende Erziehung“ von Kindern untersagt werden soll. Nötig waren nur 350.000 gewesen.

Ob diese Volksabstimmung stattfindet, ist derweil noch offen. Der slowakische Präsident Andrej Kiska hat zunächst das Verfassungsgericht gebeten zu prüfen, ob eine Abstimmung zu dieser und drei weiteren vorgesehenen Fragen mit der Verfassung vereinbart ist.

Quelle: ZUERST!,  Nr.11-2014