Es lebe das deutsche Volk

Oft hört man in heimattreuen Kreisen die Frage, wie die Russlanddeutsche es geschafft haben, Ihre nationale Identität und Ihren Patriotismus bewahren. Denn heute sind die Deutschen in Deutschland bereit, alle in Deutschland Geborenen als Deutsche zu betrachten, auch wenn die Eltern Türken aus der Türkei sind.
Die Tatsache, dass die Russlanddeutschen (meistens) Ihre Identität nicht verloren haben und in ihrer Masse konservative Menschen sind, haben die „Anti-Deutschen“ in Deutschland ganz schnell verstanden.
Nach unsere Meinung sind das die Hauptgründe, warum die deutschen Behörden alles unternommen haben, um die Zuwanderung von Russlanddeutschen in das Land zu stoppen.
So sind in dem heutigen postsowjetischen Raum Hunderttausende von Russlanddeutschen, die auch in ihre historische Heimat zurückkehren wollten, aber die deutschen Behörden weigerten sich, sie aufzunehmen.

16. November 1944: Untergang von Düren

Vor 70 Jahren wurde Düren Opfer des Alliierten Bombenterrors

Als die letzten Maschinen gegen 16 Uhr ihre Bomben über Düren ausgelöst haben und wieder zum Rückflug ansetzen, da liegt hinter ihnen eine Kraterlandschaft von einmaliger Trostlosigkeit, da liegt hinter ihnen das Ruinenfeld einer Stadt, die zerstört worden ist, wie keine andere in diesem Kriege.

„Wer das Weinen verlernt hat, der lernt es wieder beim Untergang Dresdens.Und ich habe den Untergang Dresdens unter den Sodom- und Gomorrha-Höllen der englischen und amerikanischen Flugzeuge persönlich erlebt. Ich stehe an Ausgangstor meines Lebens und beneide alle meine toten Geisteskameraden, denen dieses Erlebnis erspart geblieben ist. Ich weine.“

Gerhart Hauptmann (1862-1946)

Düren war eine Stadt, die zerstört worden ist, wie keine andere in diesem Kriege.“

Das städtische Deutschtum in Russland

Das Deutschtum in Russland greift in weiter Vergangenheit zurück. Wenn wir anstatt Deutschtum Germanentum sagen, so ist dies noch älter als der russische Staat -- Staat im heutigen Sinne -- selbst. Lange bevor es einen russischen Staat gab, lebten germanische Stämme auf weiten Teilen des Bodens, der heute zum russischen Staatsgebiet gehört. Der germanische Stamm der Warjäger beherrschte, vom Norden (Skandinavien) her eindringend, schon im 9. Jahrh. von Nowgorod aus -- dem Helmgard der Warjäger -- Dnjeprabwärts, über Kiew hinaus, weite Gebiete des Landes. Russland bekam seinen Namen von dem germanisch-normannischen Stamm der Rossen, der von Rjurik, Sineus und Truwor geführt, im ostslawischen Raum, im Norden um Nowgorod, im Süden um Kiew, seine Herrschaft befestigte, so dass Helgi (Oljeg) schon im Jahre 882 beide Gebiete zu einer weitreichenden Herrschaft (bis Byzanz), mit der Residenz in Kiew, vereinigen konnte. Erst das Vordringen der Mongolen und ihr Sieg über Kiew im Jahre 1240 machte der weiteren staatsbildenden Herrschaft der Noormannen ein Ende und unterband 250 Jahre hindurch jede weitere kulturelle Entfaltung in dem ostslawischen Großraum.


 

AUS DER GESCHICHTE DIE RUSSLANDDEUTSCHEN

Als Folge der Deportation lebten die Wolga-Deutschen, die Ukraine-Deutschen und alle deren Nachkommen zerstreut in der Sowjetunion, vor allem in Kasachstan. Es gab aber deutsche Orte,  auch große Siedlungen  im Ural und in Sibirien, die aus mehreren Dörfern bestanden, die von der Deportation nicht betroffen waren.

 

Eine deutsche Siedlung in den Steppen Sibiriens

Anfang der 1990-er Jahre war der Höhepunkt der Auswanderung der Deutschen aus Rußland nach Deutschland.  Die Auswanderung aus diesen deutschen Dörfern verlief so rasch, daß viele Häuser leer stehen blieben. In Deutschland bemühten sich die Volksdeutschen, zusammen in einer Gegend anzusiedeln.  Auch nach 20 Jahren werden immer noch enge Kontakte zueinander gepflegt. Zu Hochzeiten oder Beerdigungen kommt die ganze meist große Verwandtschaft und das halbe Dorf, wofür man oft mehrere hundert Kilometer zurücklegt. Ein Dorftreffen ist schon Tradition geworden.