Ursel Peter - Deutsche Gedichte

DEUTSCHLAND, DEINE KINDER

Zum Gedenken an dem Geburtstag einer deutsche Dichterin

Ursel Peter wurde am 8. August 1923 im nordmährischen Weigelsdorf geboren. 1928 übersiedelte die Familie aus dem Sudetenland nach Oberösterreich. In Salzburg besucht sie die Lehrerbildungsanstalt. Als junge Lehrerin unterrichtete Ursel Peter dann in Frankenmarkt. Wegen ihres Bekenntnisses zum deutschen Volkstum wurde die Lehrerin nach 1945 aus dem Schuldienst gejagt, auch der Vater wurde aus seiner Stellung zwangsweise entlassen. Um die daraus folgende Not zu überwinden, ging Ursel Peter vier Jahre lang in eine Schuhfabrik arbeiten. Nach dem sie alle Prüfungen zum 2. Mal abgelegt hatte, kam Ursel 1949 wieder in die Schule um als Lehrerin weiterzuarbeiten und seit 1951 arbeitete sie dann als Fachlehrerin in Frankenmarkt.


 

Ferdinand von Schill: Gefallen für Deutschlands Freiheit

Am 31. Mai 1809, fiel der preußische Husarenmajor Ferdinand von Schill an der Spitze seines Freikorps „Schillsche Jäger“ im Kampf gegen napoleonische Truppen in den Straßen von Stralsund. Auch wenn sein Name unserer heutigen Jugend nichts mehr bedeuten mag, so verdient er umso mehr, als namhafter Teil unserer großen Geschichte, die in einer Zeit der Fremdherrschaft und Bedrückung das selbstlose persönliche Opfer und die befreiende Tat forderte, der Vergessenheit entrissen zu werden.

10.000 Francs Kopfgeld

Der am 6.Januar 1776 in Wilmsdorf bei Dresden geborene Schill trat als Sproß einer alten Soldatenfamilie mit 13 Jahren in die preußische Armee ein, wurde 1806 als Offizier in der Schlacht bei Auerstedt schwer verwundet und zeichnete sich nach seiner Gesundung bei der Verteidigung Kolbergs und kriegerischen Unternehmungen gegen die französischen Besatzungstruppen in Pommern aus. Der aufgrund seiner Verdienste mit dem höchsten preußischen Orden Pour le Merite ausgezeichnete und nach dem Frieden von Tilsit 1807 zum Major beförderte Schill wurde im Zuge der reorganisierten preußischen Armee zum Kommandeur des 2.Brandenburgischen Husarenregiments ernannt und rückte am 10.12.1808 unter dem Jubel der Bevölkerung in Berlin ein.


Agnes Miegel, die „Mutter Ostpreußens“

DEUTSCHLAND, DEINE KINDER

Stationen ihres Lebens

Die ostpreußische Dichterin und Schriftstellerin Agnes Miegel wurde am 9.März 1879 im ältesten Stadtteil Königsbergs, dem Kneiphof, unweit des Domes und der Grabstätte Immanuel Kants geboren. Ihre väterlichen Vorfahren stammten aus dem Elsaß, dem Rheinland und dem Oderbruch. Mütterlicherseits waren es vertriebene evangelische Salzburger, denen 1732 der preußische Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. in Ostpreußen eine neue Heimat bot.

Agnes Miegel lebte nach dem Schulbesuch 3 Jahre in einem Weimarer Pensionat, einige Monate in Paris und ließ sich im Jahre 1900 in Berlin zur Kinderkrankenschwester ausbilden. 1902 bis 1904 arbeitete sie als Erzieherin in einem englischen Mädchenpensionat und besuchte anschließend das Berliner Lehrerseminar, das sie aus Krankheitsgründen abbrechen mußte. Aufgrund der Erkrankung ihrer Eltern mußte sie 1906 auch den Besuch einer landwirtschaftlichen Mädchenschule in München beenden und pflegte ihren Vater –die Mutter war 1913 in einem Pflegeheim verschieden- bis zu dessen Tod im Jahre 1917.