Es lebe das deutsche Volk


Hier wirkt die aktuelle politische Elite in Deutschland, so wie auch gegen die Deutschen in Namibia, Südafrika und Lateinamerika: Sie erkennt keine Rechte zur Rückkehr der ethnischen Deutschen in ihre historische Heimat an.
Bezeichnend sind in diesem Sinne die Worte des ehemaligen Außenministers von Deutschland, Joschka Fischer, die er sagte, als er in Namibia war.
Fischer wurde gefragt, ob die Deutschen, die seit der Kolonialzeit des Kaisers dort wohnen (Deutsch-Südwest-Afrika) nach Deutschland kommen können (max. 30 000 Personen). Er antwortete, dass sie für Deutschland keine Deutschen seien, sondern Namibier. Hier zeigte er einmal mehr, dass die Politik der „Grünen“ gegen die Menschen im eigenen Land, gegen die Deutschen, gerichtet ist. Im Jahr 2000 verkündete Fischer Visumserleichterungen, die es mindestens 300 000 Ausländern ermöglichten, VÖLLIG UNKONTROLLIERT in die BRD einzureisen und die im großen Stil von Schleuserbanden genutzt wurden. „Fremde rein, Deutsche nein“ war immer seine Maxime. Heute sind alle Schleusen für diese Überfremdung geöffnet.
Viele Menschen in Deutschland wissen nicht, dass die Deutschen aus Rußland nicht nur nach Deutschland gekommen sind, weil sie ethnische Deutsche waren, sondern wegen ihres tragischen Schicksals in der Sowjetunion als Folgen des Krieges zwischen Deutschland und der UdSSR.
Aus Angst vor dem „schlechten“ Einfluss der Russlanddeutschen auf die Deutschen in Deutschland, weil sie gesehen haben, dass viele der RD aktiv begannen sich an nationalen Parteien wie der NPD zu beteiligen und wegen der großen Mehrheit der Unterstützung der Wahl der CDU / CSU, haben die Grünen und die Linken angefangen, gegen die Aufnahme der Russlanddeutschen in Deutschland zu stimmen und dann begannen auch mehr und mehr die Sozialdemokraten dagegen zu stimmen. Die Christdemokraten haben sich neutral oder feige gezeigt und haben die Russlanddeutschen verraten, die sehr auf sie gehofft hatten.
In der zweiten Hälfte der 90er Jahre und Anfang der 2000er Jahre begann in den Medien eine Hetze gegen die Russlanddeutschen. Im Jahr 1998, bei der Wahl von Gerhard Schröder, ging es los damit. Schröder soll gesagt haben: „Wir haben mit den Russlanddeutschen ein Problem.“
Die Medien sprachen über die angeblich hohe Zahl der arbeitslosen Russlanddeutschen (obwohl schon im Jahr 2004 die Arbeitslosigkeit der RD nur 8% betrug im Vergleich zu 10% der Arbeitslosen in der ganzen BRD.) und von der angeblichen erhöhten Kriminalität unserer jungen Menschen und verbreiteten die idiotische Idee, dass Russlanddeutsche ihre Kinder zwangsweise nach Deutschland brächten.
Es gab Gerüchte, dass die Deutschen aus Russland nicht einen Cent an die Pensionskasse zahlen, aber große Renten im Vergleich zu Einheimischen erhalten würden..
Tatsächlich wurden seit Mitte der 90er Jahre die Renten der Russlanddeutschen auf nur 60% der Renten der Deutschen reduziert, so dass sie fast auf dem Niveau der Sozialhilfe waren.
In Wirklichkeit haben die Russlanddeutschen schon von 1998 bis 2004 fast doppelt so viel in die Rentenkassen eingezahlt wie sie Renten erhalten haben, aufgrund der großen Anzahl von Kindern und jungen Menschen (die RD sind eine relativ junge Volksgruppe in der Bevölkerungs-Pyramide) und der Tatsache, dass alle, vom Arbeiter bis zum Akademiker von Anfang an jede Arbeit angenommen haben, die ihnen angeboten wurde.
Bei Bedarf können wir den detaillierten Bericht eines Wirtschaftsinstitutes bereitstellen.
Über die Kriminalität der Russlanddeutschen hat die soziologische Forschung ein völlig umgekehrtes Bild gezeigt, als die rot-grünen und einseitig berichtenden Medien Deutschlands in den 90er Jahren gezeichnet haben. Oft wurde die Kriminalität anderer russischsprachiger Gruppen in Deutschland den RD in die Schuhe geschoben.
Aufgrund dieser Hetze, dem Mangel an Verständnis seitens der Mehrheit der einheimischen Bevölkerung, und manchmal sogar des Spottes, der den RD sowohl von einem Teil der Bevölkerung, von einigen Lehrern in den Schulen und selbst von Ausländern, die schon lange in Deutschland gelebt haben, die deutsche Schulen absolviert haben und daher besser deutsch sprachen (z.B.: „Die Deutschen aus Rußland nennen sich Deutsche, aber können kein deutsch“) entgegen schlug, hat sich die große Mehrheit der RD enttäuscht zurückgezogen.
Manche Jugendliche sagen sogar - aus reinem Trotz - gegenüber Journalisten, sie seien Russen. Andere, die als Kinder hierher kamen und deutsche Schulen besucht haben, sind auch schon im anti-deutschen Geiste umerzogen.
Viele RD sind sehr überrascht, dass die Deutschen in Deutschland sich so verblöden lassen von der Propaganda des Multikulturalismus, dass es sogar Deutsche gibt, die auf die Staatsflagge des Landes urinieren und mit Parolen wie „Deutschland verrecke!“, die eigenen Großväter beschmutzen. Viele Deutsche haben den normalen Instinkt der nationalen Selbsterhaltung, den alle Völker haben, verloren.
Obwohl die Deutschen hier im eigenen Land leben und Deutsche heiraten könnten, entfremden sich deutsche Männer und Frauen und heiraten Menschen anderer Rasse, Kultur und Mentalität.
Jahrtausende standen deutsche Männer und Frauen Schulter an Schulter in allen Schwierigkeiten und schufen ein großes und starkes Deutschland.
Deutsche Treue und Sittenreinheit war weltweit berühmt. Heute kennen sie keine Treue mehr und heiraten Menschen aus fremden Rassen. Allerdings gehen diese Ehen meistens nach kurzer Zeit zu Bruch.
Wir hoffen, dass jener selbstverleugnende Wahnsinn bald ein Ende hat und die Deutschen verstehen, welche fatalen Folgen die Lebensweise hat, wie sie diese heute führen.
Auf die Frage der Leser möchten wir antworten, dass nationale Politik in Russland und in der Sowjetunion nicht das gleiche war wie in den USA oder wie im Westen heute. Russland war ursprünglich ein multiethnisches Land, und deshalb musste der russische Staat immer irgendwie Rücksicht auf die Existenz der verschiedenen Völker im Land nehmen.
Das heißt, die nationale Frage in Russland war so unterschiedlich, wie es Völker im russischen Reich - und später in der Sowjetunion - gab, aus welcher in den 80er bis 90er Jahren die überwiegende Mehrheit der RD nach Deutschland gekommen sind.
Die Deutschen sind schon im 16. Jahrhundert unter „Ioann dem Schrecklichen“ in großer Zahl nach Russland eingewandert. Die Deutschen waren vom Vater „Peter des Großen“, Aleksey Michailowitsch, und auch von Peter I. selbst nach Russland eingeladen worden .
Die Zaren haben aus Deutschland deutsche Handwerker, Militärspezialisten, Wissenschaftler eingeladen. Die meisten dieser Menschen haben Geld verdient und sind in ihre Heimat zurückgekehrt oder ziemlich schnell in der russischen Bevölkerung assimiliert, haben die Orthodoxie angenommen und mit Russen Familien gegründet.
Im frühen 18. Jahrhundert, als Folge der Kriege mit Schweden, annektierte Russland die baltischen Staaten. So ist es zu den Deutschbalten gekommen. Im späten 18. Jahrhundert, als Folge der Teilung Polens, sind weitere Deutsche gekommen, die seit Jahrhunderten in Polen gelebt haben. Im späten 18. Jahrhundert, initiiert und unterstützte „Katharina die Zweite“ die Ansiedlung der Deutschen aus den deutschen Staaten und fördert die Einrichtung von deutschen Kolonien auf der Krim, im Neuen Russland (heute Ukraine), in der Wolga-Region und einigen anderen Orten. Die Ansiedlung der Deutschen wurde weiterhin von ihrem Enkel Alexander I. im frühen 19. Jahrhundert, und unter Nikolaus I. in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts unterstützt.
Die zaristische Regierung hat den die Deutschen zunächst einige Privilegien verschafft: Sie waren persönlich frei, im Gegensatz zu den meisten russischen Bauern, die erst im Jahre 1861 befreit wurden, sie hatten das Recht, in ihren Dörfern die deutsche Schule zu erhalten, hatten die Kirche, eine gewisse Selbstverwaltung, waren von der Steuer befreit und sie waren vor der Willkür von Beamten geschützt.
Seit den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts, unter Alexander dem Zweiten, begann die zaristische Regierung die Steuerbefreiungen, die die Deutschen noch hatten, zu beseitigen.
Das führte zu einer Welle der deutschen Auswanderung nach Nordamerika.
Die Deutschen Kolonisten hatten bis 1917 Kontakt mit Deutschland und der deutschsprachigen Welt. Viele der Kolonisten waren an deutschen Hochschulen, für die deutschen Kolonien wurden Pastoren ausgebildet.
In den Orten ihres Wohnsitzes (an der Wolga, in der Krim, im Kaukasus, der Ukraine und Sibirien) gab es noch unter sowjetischer Herrschaft bis 1938 deutsche Schulen, wo Russisch nur als Fremdsprache gelehrt wurde. In der Anfangsphase der Sowjetmacht wurde die Autonome Republik der Wolgadeutschen gegründet mit mehreren Dutzend deutschen Nationalbezirken. Diese Bezirke wurden Ende der 30er Jahre abgeschafft und die Autonome Republik am 28. August 1941. Zu Beginn des Krieges wurde die ganze deutsche Bevölkerung des europäischen Teils von Russland (etwa 1 Million), mit Ausnahme von ca. 300 Tausend ukrainischen Deutschen, die unter die Besatzung der Wehrmacht fielen, in den asiatischen Teil der Sowjetunion deportiert und in dem riesigen Gebiet von Sibirien und dem Fernen Osten, Kasachstan und Mittelasien völlig zerstreut angesiedelt.
Vor dem Zweiten Weltkrieg behielten die deutschen Siedlungen in Russland ihren nationalen Charakter, so dass Reisende aus Deutschland, wenn sie sie während dieser Zeit besuchten, feststellten, dass die deutschen Kolonien in Russland sich nicht von Dörfern in Deutschland unterscheiden. Dort wurde untereinander nur deutsch gesprochen .
Nachdem die Deutschen überall in dem riesigen Land verstreut wurden und der Hasses auf alles Deutsche zunahm und des Verbotes, die Muttersprache zu lernen oder zu sprechen, begann ein rascher Verlust der Muttersprache bei der deutschen Bevölkerung des Landes
Verlust der Muttersprache bedeutet aber nicht Verlust der nationalen Identität! Da die Gesetze des sowjetischen Staates die deutsche Bevölkerung bis 1991 (als die UdSSR zerfiel) als verfolgte und diskriminierte Gruppe ausgegrenzt haben, führte das dazu, dass sie sich ihrer Identität immer bewusst waren.
Bis 1956 standen die Deutschen in der UDSSR unter der Aufsicht der Sonderkommandantur. Das hatte zur Folge, dass die Menschen praktisch unter Daueraufsicht waren, sich regelmäßig melden mussten und ihren Wohnort nicht ohne Erlaubnis verlassen durften.
Es ist selbstverständlich, dass in dieser Zeit nur wenige Menschen der sowjetischen Völker einen diskriminierten Teil der Bevölkerung heiraten wollten. So sind die Deutschen, wohl oder übel, eine homogene Gruppe geblieben.
Und erst mit der Abschaffung mancher diskriminierender Gesetze gegen die Deutschen, seit den 60er Jahren, inmitten des immer schnelleren Verlusts der Muttersprache, und mit weit verstreuten Wohnsitzen, kam es allmählich zu einer Mischung von Deutschen und anderen Nationen. All dies wird von Russland-Deutschen als Zwangsassimilation betrachtet, was diese Politik tatsächlich war. Dazu muss man sagen, dass die RD diskriminiert wurden, aber fast 100 Jahre nicht aus dem Land heraus gelassen wurden, sondern hinter dem eisernen Vorhang fest- gehalten wurden.
Die Taktik der nationalen Politik des Sowjetstaates war in verschiedenen Zeiten unterschiedlich, aber die Strategie war stets dieselbe. Die sowjetischen Machthaber (Lenin, Stalin) und ihre Anhänger waren sich in dem Ziel einig, einen einheitlichen und unteilbaren Staat, eine gemeinsame kommunistische Nation mit einer gemeinsamen Sprache zu schaffen. Das heißt, dass Kommunismus und Globalismus nur zwei Seiten von einer Medaille sind.
Um eine geplante kommunistischen Nation zu schaffen, musste man das Leitprinzip der Nation und der nationalen Kultur schaffen, mit einer für alle gültigen Sprache. Diese Sprache konnte nur russisch sein. Dieses Ziel legte Stalin in den späten 20-er Jahren fest.
Die Methoden und Kanäle für die Russifizierung in den nichtrussischen Republiken waren unterschiedlich. Das reichte von Massenwanderung der russischen Bevölkerung in überwiegend slawische Gebiete bis zu dem Fachunterricht in den Schulen und im Hochschulbereich in russischer Sprache.
In der Regel wurden die Voraussetzungen für die Notwendigkeit geschaffen, die russische Sprache zu erlernen. Einschließlich bei den Deutschen, die im Jahr 1941 nach Kasachstan und in den zentralasiatischen Republiken deportiert wurden, die mussten sich nach diesem Plan mit anderen ethnischen Gruppen vermischen und aus der Geschichte verschwinden.
Der Verlust der Sprache bei etwa der Hälfte der Nachkriegsgeneration der Deutschen aus Russland ist für sie besonders schmerzhaft nach ihrem Umzug nach Deutschland in den späten 80er Jahren des 20. Jahrhunderts und der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts empfunden worden. Aber die Erkenntnis, dass die Muttersprache, die ihnen durch die kommunistischen Machthaber genommen wurde, die Sprache, die Eltern, und Großeltern immer noch ziemlich gut gesprochen haben, wichtig ist, motivierte junge Menschen, sie fleißig zu studieren. Bereits im Jahr 2009 stellten deutsche Soziologen in einer Studie fest, dass die Deutschen aus Russland sich schneller und erfolgreicher in die deutsche Gesellschaft integriert haben, als alle anderen Einwanderergruppen.
Trotz der ständigen ideologischen Propaganda, die alle Völker zu einer sowjetischen Nation zusammenführen wollte, behielten die Russlanddeutschen (wie auch alle Völker der nationalen Republiken der UDSSR) ihr Nationalbewusstsein, selbst nachdem sie aus der Wolgarepublik vertrieben wurden und über ein riesiges Gebiet von Kasachstan und Sibirien zerstreut wurden. Es konnte auch nicht anders sein.
Zunächst, wie oben erwähnt, wegen der Diskriminierung der Deutschen, noch Jahrzehnte nach dem Krieg, und zweitens war selbst in den Dokumenten in der UdSSR die Nationalität, also die Volkszugehörigkeit eingetragen. Selbst der russische Staat hat uns, und andere Menschen aus unserer Umgebung nicht vergessen lassen, dass wir Deutsche sind.
Bei Russen, Ukrainern, Weißrussen war eingetragen, dass der Russe ein Russe ist, bei Ukrainern, dass er ein Ukrainer ist, der Weißrusse ein Weißrusse ist und bei Deutschen stand „Deutscher.“ Im heutigen Europa verstehen die Menschen oft nicht den Unterschied zwischen Staatsangehörigkeit und Volkszugehörigkeit. Die Leute sind in diese Sinne nicht ausgebildet.
In Europa allgemein, und auch in Deutschland, hat man den Menschen nicht beigebracht, dass ein riesiger Unterschied zwischen der Staatsangehörigkeit und der Volkszugehörigkeit (Ethnie) besteht. In dem Personalausweis der BRD steht in der Zeile „Nationalität“ das Adjektiv „Deutsch“, was man nicht deutlich verstehen kann. Was bedeutet dieses Adjektiv?
Es gibt doch keinen Staat, der „Deutsch“ heißt? Es gibt einen Staat, der «BRD» heißt und das müsste auch in den Personalausweisen stehen und nicht der komische Begriff „Deutsch“.
In den sowjetischen Personalausweisen waren 2 Zeilen: Staatsangehörigkeit – und da stand bei jedem Bürger des Landes „UdSSR“ – wir „gehörten zu diesem Staat“; und dann noch „Volkszugehörigkeit“ – und da stand die jeweilige Volkszugehörigkeit des Bürgers. Bei den Deutschen eben „Deutscher“ oder „Deutsche“.
Bei der Geburt wurde in der Geburtsurkunde des Kindes die jeweilige Volkszugehörigkeit der Eltern angegeben. Bei einer Mischehe hatte jeder Mensch, wenn er 16 Jahre alt wurde und den Personalausweis (Passport) bekommen hat, die Wahl zwischen der Volkszugehörigkeit des Vaters oder der Mutter.
Die Volkszugehörigkeit musste man fast bei jeder Gelegenheit angeben: im Kindergarten, in der Schule, in der Bibliothek, im Krankenhaus, bei Bewerbungen auf die Arbeit, im Militär (im Soldatenbuch) usw. Nicht selten war man gezwungen, sich diesbezüglich auch entsprechende Kommentare anzuhören, die nicht immer angenehm waren. So war es auch wenn man seinen deutschen Namen genannt hat.
Aus dieser Situation heraus mussten die Russlanddeutschen lernen, sich täglich zu verteidigen: in erster Linie moralisch („Deutsche sind nicht schlechter als ihr“), oft aber auch körperlich, besonders in der Kinder- und Jugendzeit. In dieser Hinsicht hat auch die Mitgliedschaft bei dem kommunistischen Jugendbund (Komsomol) oder sogar bei der KPdSU nicht geholfen.
Aus dieser Situation des „sich ständig verteidigen müssen“, hat sich bei den RD auch die nationalistisch-patriotische Haltung entwickelt (Abwehrreaktion), die uns jetzt in Deutschland von den herrschenden Klassen zum Makel gemacht worden ist: wir seien „rechts“ oder „rechtsradikal“.
Was die Eintragung der Volkszugehörigkeit im Allgemeinen betrifft, so bin ich überzeugt, dass es richtig ist. Im heutigen Russland, wie in allen anderen „demokratischen“ Staaten macht man das nicht. Es ist aber sehr fraglich, ob dadurch die Nationalitätenpolitik des jeweiligen Staates besser gestaltet wird? In Deutschland, wie auch im ganzen Westen, geht man, so wie es scheint, davon aus, das es nicht nur keine Rasse gibt, sondern auch keine Volkszugehörigkeit.
Die multikulturelle Politik, die Einwanderung, wird so gestaltet, als ob man es nur mit Menschen zu tun hat und nicht mit Menschen, die eine Volkszugehörigkeit haben – das heißt: eine Sprache, eine Religion, Kultur, Mentalität und andere ethnische Eigenschaften. Man denkt nicht nach, ob die Völker, die nach Deutschland einwandern, zueinander und vor allem zu dem deutschen Wirtsvolk passen oder nicht?
Solche Politik wird unvermeidbar zu großen Leiden der Bevölkerung führen – vor allem der einheimischen, aber auch der zugewanderten, zu großen Problemen, zu Konflikten. Und die Bürger haben überhaupt keine Möglichkeit, von den Politikern zu fordern, dass sie eine richtige nationale Politik machen sollen: es gibt doch keine unterschiedliche Völker. Das bedeutet, dass dieser Zustand eine utopische ideologische Vorstellung unserer Elite von einer glücklichen multi-kulturellen Gesellschaft, die uns alle „bereichert“, widerspiegelt.
Alle Utopien haben bis jetzt kein gutes Ende genommen.. Meiner Meinung nach sollte die nationale Bewegung der Deutschen unter dem Motto geführt werden, dass „jedes Volk das Recht auf eine eigene Heimat hat, wie jede Familie das Recht auf eine eigene Wohnung hat“.
Heimat ist in diesem Sinn nicht identisch mit dem Staat. Im Falle des Deutschen Volkes sieht man es besonders deutlich: in der Mitte Europas lebt ein 100 Millionen starkes Deutsches Volk und es lebt in mehreren Staaten: in der BRD, in Österreich, in der Schweiz, in Liechtenstein, in Südtirol, in Frankreich (die Elsässer und Lotringer), in Belgien, in Polen. Ein Volk, eine deutsche Heimat und mehrere deutsche Staaten: das ist eigentlich nichts Neues in der deutschen Geschichte.
Warum haben dann die heutigen Deutschen Schwierigkeiten das zu verstehen?
Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs, waren die Deutschen in Russland „für immer deportiert, ohne das Recht, in ihre früheren Wohnorte zurückkehren" und für die Dauer des Krieges in Arbeitslager geschickt. Nach dem Krieg wurden sie in Sondersiedlungen gehalten, ohne das Recht, sich ohne die Erlaubnis der Bezirksabteilung des NKWD von Gebiet zu Gebiet zu bewegen. In den 50er Jahren gab es "geheime Dekrete der UdSSR (b)", die den Deutschen verboten, in Hochschulen zu studieren und später die unausgesprochenen Anweisungen, dass nur 3% von den Deutschen in Hochschulen studieren durften.
Gewalt, ungerechte Anschuldigungen, Beleidigungen und Diskriminierung der Rechte der Deutschen in der Sowjetzeit sind bis heute noch nicht aus dem Gedächtnis der Betroffenen oder ihrer Nachkommen verschwunden.
Dies ist einer von vielen Gründe für den Bestand des Nationalbewusstseins der Russlanddeutschen.
Ein weiterer sehr wichtiger Faktor ist, dass die Nachkriegsgeneration der Deutschen noch von Eltern und Großeltern erzogen worden sind, die in den deutschen Kolonien gelebt haben, wo noch die Mennoniten-, Lutheraner- und katholischen Kirchen standen, und die Lebensweise, Sitten, das Wissen, die moralischen Werte und geistige Kultur ihrer Vorfahren die deutsche Mentalität übernahmen. Die Deutschen Siedler behielten ihre Traditionen, Lieder, Folklore, Tänze und Bräuche.
Ja, nach 1941 ist hier vieles zerschlagen worden. Viele haben ihre Sprache verloren, wurden „russifiziert“. Doch durch das Leben unter dem russischen Volk und den anderen Nationalitäten, spürten die Deutschen umso deutlicher den Unterschied zu ihnen.
Und auch andere Völker bemerkten die andere Einstellung zur Arbeit, das Benehmen in der Gesellschaft, das Verhalten in der Alltagskultur, die andere Küche und Sprache. Obwohl dies positiv gesehen wurde und anerkannt wurde, blieben wir doch Fremde – wir waren anders. Diese Fehlanpassung von Charakteren und Kulturen war schmerzlich vor allem in Mischehen, von denen viele aus diesem Grund zerfielen.
Vielleicht ist es diese - manchmal bewusst oder oft irgendwie unbewusste – Ablehnung der Deutschen durch die Umgebung der „brüderlichen Völker“, die unter anderem bei der Bildung und Stärkung der nationalen Identität jedes Einzelnen eine Rolle spielte.
Der Umzug nach Deutschland barg für viele Russlanddeutschen die Hoffnung, dass die Heimat ihrer Vorfahren wieder ihr Zuhause wird, wenn nicht für sie, dann für ihre Kinder und Enkel. Aber es war nicht so einfach. Die Deutschen, die hier geboren wurden, deren Vorfahren nie Deutschland verlassen hatten, die das Vaterland über Jahrhunderte gegen Feinde verteidigt haben, die den deutschen Staat geschaffen haben, haben heute weniger Rechte als fremde Einwanderer, die nur vor ein paar Jahren hier ankamen. Und hier sehen wir wieder die Ungerechtigkeit gegenüber dem deutschen Volk, deren Beantwortung nur ein starker Patriotismus im Gegensatz zum weit verbreiteten Internationalismus sein kann.
Die Bezeichnung eines Türken, Arabers, oder Äthiopiers als „Deutscher,“ nur weil er einen entsprechenden BRD-Ausweis bekommen hat, ist größte Unwissenheit, wenn nicht noch schlimmer - eine absichtliche Verdrehung des Konzepts der „Nation.“
Die Zeichen der Nation sind eine gemeinsame Sprache, ein gemeinsames Territorium, eine gemeinsame Art des Denkens, entwickelt in einer gemeinsamen nationalen Kultur über Tausende von Jahren, und deshalb sind sie stabil und nicht vernichtend.
Die meisten Russlanddeutschen taten alles, um Deutsche zu bleiben.
Nicht alle waren in der Lage, die Sprache zu bewahren, aber die meisten behielten ihre deutsche Identität. Mit der Möglichkeit des Umzugs nach Deutschland hofften sie auf eine nationale Wiedergeburt, nationale Identität. Und dies Empfinden der nationalen Identität wurde durch die Heimkehr sogar noch verstärkt.
Das Beispiel der Russlanddeutschen kann uns alle inspirieren: Wenn sie es geschafft haben, eine kleine Gruppe Deutscher, sich als Deutsche zu erhalten - unter jahrzehntelanger Verfolgung und Diskriminierung durch den Staat, in verstreuten Wohnlagen und unter dem Assimilationsdruck aus der umgebenden Bevölkerung, dann ist bei dem großen deutschen kompakt lebenden Volk, mit bis zu 100 Millionen Menschen in Europa, eine solche Möglichkeit millionenfach größer. Es braucht nur aufzuwachen, braucht nur zu verstehen, was die Feinden mit ihm machen wollen, sich selbst organisieren und dann ist sein Sieg unvermeidlich.

Heinrich Daub, Svetlana Pankratz, Lydia Walz.

Deutschland